Gutes Leben und Lesen für alle

Unter diesem Motto veranstaltet die HTL Braunau in Zusammenarbeit mit der Initiative eine Welt, im April und Mai, jeweils einen Vortrag und eine Lesung.

2015-04-01


Am Montag, den 20. April 2015 um 19:30 ist ATTAC Österreich-Mitbegründer und Publizist Christian Felber zu Besuch in der HTL. Er stellt sein Konzept zur Gemeinwohlökonomie vor. Am Dienstag den 5. Mai 2015 um 19:30 hält der österreichische Schriftsteller Erich Hackl eine Lesung zum Thema „Mein Lateinamerika“.

Gemeinsam statt gegeneinander
IChristian Felber ist studierter Romanist, seit 1998 publizistisch tätig und hat bislang 15 Bücher und eine Reihe von Aufsätzen veröffentlicht. Sein Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ und seine Überlegungen zur Finanzkrise, zur Macht der Konzerne und internationalen Abkommen, werden intensiv diskutiert. Zudem ist er Mitbegründer des Vereins für Gemeinwohl-Ökonomie, mit derzeit über 8000 Unterstützern/innen (nähere Informationen unter: www.ecogood.org).

Werte statt Wollen
Ausgangspunkt seiner Idee ist eine Analyse der Grundorientierung des Menschen. Den menschlichen Werten in Alltagsbeziehungen wie Ehrlichkeit, Empathie, Wertschätzung und Teilen, stellt er die Werte der „freien“ Marktwirtschaft wie Gewinnstreben und Konkurrenz gegenüber. Er plädiert für eine Neudefinition des unternehmerischen Erfolgs. Das Gemeinwohl soll der neue Maßstab des Wirtschaftens werden.

Ein Historiker und Dichter par excellence
Erich Hackl ist studierter Germanist und Hispanist. Er war mehrere Jahre am Institut für Romanistik der Universität Wien tätig. Seit 1983 ist er freier Schriftsteller. Zahlreiche Reisen haben ihn in verschiedene Länder Lateinamerikas geführt, woraus die Ideen zu seinen Werken entstanden sind. Zu seinen berühmtesten Büchern gehören „Auroras Anlaß“, „Abschied von Sidonie“ und „Die Hochzeit von Auschwitz“.

Das reale Leben als Schauplatz
Dem feinfühligen Chronisten, Kämpfer für das Bewusstsein für Zeitgeschichte und Übersetzer spanischer und lateinamerikanischer Literatur, liegen besonders Lebensgeschichten am Herzen. So erzählt er in seinem jüngsten Buch „Drei tränenlose Geschichten“ die Geschichte der Linzer Widerstands-kämpferin Gisela Tschofenig, die des Lagerfotografen von Auschwitz und jene der Familie Klagsbrunn.